Hella (84) on Tour, Bewohnerin Seniorenzentrum Thiele

… noch einmal auf Deutschlandtour gehen!

Hella´s persönlicher Bericht zu ihrem wecare Glücksmoment:

Da steht doch einfach mein Sohn plötzlich im Raum, packt meine Anziehsachen und den Rollator und die Medikamente ein und entführt mich plötzlich einfach so in seine neue Heimat nach Ettlingen. So ne lange Autobahnfahrt! Meine Enkelin Ina ist mit im Auto – sie hilft mir bei einer kurzen notwendigen Rast im Hunsrück. In Ettlingen wohnt mein Sohn mit seiner Rabea – die haben da ein eigenes Haus mit viel Platz in Erdgeschoss und Garten. Trotzdem ist die Umgebung anfangs ungewohnt. Aber es gibt Erdbeeren frisch vom Feld und viel Eis bei sehr schönem warmem Wetter.
Am Samstag sitze ich wieder im Auto – über 500 km fahren wir nach Leipzig. Ich kann das alles gar nicht so richtig fassen. Stehe plötzlich vor meinem Elternhaus, das Neffe Thomas jetzt gehört. Das sieht so toll aus! Ich erinnere mich an das Musikzimmer, Vatis Praxis, Muttis Küche – da schlafe ich heute in einer Art Kinderzimmer. Draußen eine tolle große Terrasse, der Garten – alles wie früher, nur schön und modern. Am Sonntag rückt plötzlich eine Schwester nach der anderen an und nimmt mich in den Arm – wo kommen die nur alle plötzlich her? Eine sogar mit fast 90 Jahren extra mit dem Zug aus Krefeld! Und mein Patensohn Andreas! Dann haben 2 Neffen die Gitarren in der Hand und Thomas sein Saxophon. Und wir haben Zettel mit Liedtexten und singen nach der Tortenschlacht gemeinsam auf der Terrasse. Irgenwann können aber auch die anderen nicht mehr, und ich bin einfach nur froh, mich abends hinlegen zu können. Alles wunderschön, aber auch alles schon fast zuviel für mich.
Am Montag fahren sie wieder los mit mir zur Thomaskirche – hier habe ich meinen Helmut geheiratet, der mich ja leider nicht mehr begleiten kann seit letztem Sommer. Und unsere Ute ist hier noch getauft worden. Nächste Station Völkerschlachtdenkmal, dann noch zum Familiengrab auf den Südfriedhof. Das sind für mich ungewohnt lange Wegstrecken – ohne Rollator hätte mich einer huckepack nehmen müssen. Aber ich komme jetzt schon viel weiter voran als vor der Tour. Bei Micky im Heim waren wir auch noch – die hat da ne eigene Wohnung und kann noch so vieles selbst! Nach dem Abschluss-Abendessen mit den Geschwistern falle ich todmüde ins Bett. Ich freue mich jetzt auch ehrlich wieder auf mein neues Zuhause im Haus Thiele. Da habe ich ja alles was ich brauche und nette Leute um mich herum, die sich kümmern. Am Dienstag geht´s 4 Stunden zurück. Das war so viel auf einmal – das muss ich erstmal verarbeiten. Aber toll, das alles nochmal erlebt zu haben!